Am 29. Juli 2026 wird im Sejm der Republik Polen mit einer feierlichen Vernissage die Präsentation der Ausstellung „Nicht gegeneinander, sondern miteinander” eröffnet. Die Ausstellung ist dort bis zum 5. August 2026 zu sehen.
Sie wurde anlässlich des 35. Jahrestages der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit konzipiert. Die Ausstellung veranschaulicht die Bedeutung dieses Dokuments für die Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen und widmet sich zugleich den Themen Erinnerung, Dialog, Zusammenarbeit sowie der Rolle der deutschen Minderheit in Polen.
Der Titel der Ausstellung knüpft an die Worte von Prof. Jerzy Sułek, dem Chefunterhändler der polnischen Seite, an. Er erinnerte daran, dass während der Vertragsverhandlungen ein neuer Grundsatz des gemeinsamen Handelns angenommen wurde: Polen und Deutschland sollten nicht länger gegeneinander, sondern miteinander für eine gute Nachbarschaft wirken. Dieser Gedanke bildet zugleich den inhaltlichen Leitfaden der Ausstellung.
Die Ausstellung zeigt die deutsch-polnischen Beziehungen als einen fortdauernden Prozess, der gegenseitiges Verständnis, Gesprächsbereitschaft und gemeinsame Verantwortung erfordert. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei die Kultur ein, verstanden als Raum der Begegnung und als Brücke zwischen unterschiedlichen Geschichten, Sprachen und Erfahrungen.
Die Präsentation im Sejm der Republik Polen ist für uns eine besondere Auszeichnung und zugleich der Auftakt für die weitere Reise der Ausstellung. Die Vernissage ist eine geschlossene Veranstaltung und ausschließlich bereits eingeladenen Gästen vorbehalten. Aufgrund der im Sejm geltenden organisatorischen und sicherheitsbezogenen Bestimmungen ist die Teilnehmerliste bereits geschlossen.
Die Ausstellung wurde in zwei Formaten vorbereitet: als Ausstellung für Innenräume und als Freiluftausstellung. Dadurch kann sie sowohl in Kultur- und Bildungseinrichtungen, öffentlichen Institutionen und Veranstaltungsräumen als auch im öffentlichen Raum präsentiert werden.
Nach Abschluss der Präsentation im Sejm kann die Ausstellung weiteren Institutionen und Organisationen zur Verfügung gestellt werden. Interessierte Einrichtungen laden wir herzlich ein, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne informieren wir über die verfügbaren Formate, die organisatorischen Voraussetzungen und die Möglichkeiten einer Präsentation an einem konkreten Ort.
Autor der Ausstellung ist Prof. Krzysztof Ruchniewicz. Unser herzlicher Dank gilt dem Autor sowie allen Personen, die an der fachlichen Beratung, der Konzeption, der inhaltlichen und grafischen Vorbereitung und der Umsetzung des gesamten Projekts mitgewirkt haben.
Wir hoffen, dass die Ausstellung weitere Gespräche über die Verantwortung für die deutsch-polnischen Beziehungen anregt und dazu beiträgt, die Bedeutung von Dialog, Erinnerung und Zusammenarbeit für eine dauerhafte gute Nachbarschaft sichtbar zu machen.
Die Ausstellung wurde mit Mitteln des Ministeriums des Innern und der Verwaltung der Republik Polen sowie des Bundesministeriums des Innern der Bundesrepublik Deutschland über den Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen gefördert.