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„Nicht gegeneinander, sondern miteinander“. Jubiläumsausstellung im Sejm der Republik Polen eröffnet

Im Sejm der Republik Polen wurde die Ausstellung „Nicht gegeneinander, sondern miteinander“ feierlich eröffnet. Sie wurde vom Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit anlässlich des 35. Jahrestages der Unterzeichnung des Vertrags zwischen der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit vorbereitet.

Der besondere Präsentationsort unterstreicht die Bedeutung eines Ereignisses, das vor 35 Jahren eine neue Etappe in den deutsch-polnischen Beziehungen eingeleitet hat. Der am 17. Juni 1991 unterzeichnete Vertrag schuf die Grundlage für die Entwicklung einer Partnerschaft, die auf Dialog, gegenseitigem Respekt, Zusammenarbeit und gemeinsamer Verantwortung für die Zukunft beider Länder beruht.

Die Ausstellung erinnert an die wichtigsten Etappen des Weges, den Polen und Deutschland seit der Unterzeichnung des Vertrags gemeinsam zurückgelegt haben. Sie erzählt vom Aufbau gegenseitigen Vertrauens, von der Überwindung historischer Belastungen sowie von der Entwicklung der politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit.

Darüber hinaus zeigt die Ausstellung die Bedeutung der Zusammenarbeit auf regionaler und lokaler Ebene. Gerade durch persönliche Begegnungen, Bildungsprojekte, Städte- und Regionalpartnerschaften, Jugendaustausch sowie die Zusammenarbeit gesellschaftlicher Organisationen erhält die deutsch-polnische Nachbarschaft eine konkrete und dauerhafte Gestalt.

Gemeinsame Geschichte und Blick in die Zukunft

„Nicht gegeneinander, sondern miteinander“ ist nicht nur eine Erzählung über die Entwicklungen der vergangenen 35 Jahre. Die Ausstellung lädt zugleich dazu ein, über die heutige Bedeutung des deutsch-polnischen Dialogs und über die gemeinsame Verantwortung für die weitere Entwicklung der bilateralen Beziehungen nachzudenken.

Sie macht deutlich, dass gute Nachbarschaft keine Selbstverständlichkeit ist. Sie erfordert kontinuierliches Engagement, die Bereitschaft zum Gespräch, gegenseitiges Zuhören und die Suche nach Verständigung, auch dann, wenn unterschiedliche Auffassungen oder neue Herausforderungen entstehen.

Einen wichtigen Platz in der Ausstellung nimmt die deutsche Minderheit in Polen ein. Seit vielen Jahren leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Kontakte zwischen den Gesellschaften beider Länder. Ihr gesellschaftliches, kulturelles und bildungspolitisches Engagement ist ein bedeutender Bestandteil des Aufbaus gegenseitigen Verständnisses und der Pflege des gemeinsamen europäischen Erbes.

Die Ausstellung zeigt, dass die deutsch-polnischen Beziehungen nicht allein durch Verträge und politische Erklärungen gestaltet werden, sondern vor allem durch Menschen. Dazu gehören Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Schulen, Nichtregierungsorganisationen, Kultureinrichtungen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Durch ihr Engagement wird die Idee der guten Nachbarschaft in konkreten Projekten, Begegnungen und langfristigen Partnerschaften sichtbar.

Feierliche Eröffnung im Sejm der Republik Polen

Die Vernissage brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Diplomatie, Wissenschaft, gesellschaftlichen Organisationen und der deutschen Minderheit zusammen. Die große Zahl der Gäste unterstrich den Rang des Jubiläums und die Bedeutung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit für beide Staaten und ihre Gesellschaften.

Während der Feierlichkeiten wurde auf die Errungenschaften der vergangenen 35 Jahre ebenso hingewiesen wie auf die Notwendigkeit, das gegenseitige Vertrauen weiter zu stärken. Die Redebeiträge und Gespräche im Rahmen der Eröffnung boten Gelegenheit, bisherige Entwicklungen zusammenzufassen und zugleich über die Zukunft der deutsch-polnischen Nachbarschaft nachzudenken.

Die feierliche Eröffnung der Ausstellung im Sejm der Republik Polen war für das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit eine besondere Ehre. Sie war zugleich ein Zeichen dafür, dass die Geschichte des Vertrags und die ihm zugrunde liegenden Werte bis heute einen wichtigen Bezugspunkt in der Debatte über die Beziehungen zwischen Polen und Deutschland darstellen.

Wir danken allen Gästen herzlich für ihre Anwesenheit und für die gemeinsame Teilnahme an diesem besonderen Ereignis. Unser Dank gilt ebenso allen Rednerinnen und Rednern, die ihre Gedanken zum Dialog, zur Versöhnung, zum gegenseitigen Vertrauen und zur gemeinsamen Verantwortung für die Zukunft der deutsch-polnischen Beziehungen eingebracht haben.

Ergebnis gemeinsamer Arbeit

Konzept und Inhalte der Ausstellung wurden von Prof. Krzysztof Ruchniewicz entwickelt. Ihm gilt unser besonderer Dank für die fachliche Ausarbeitung der Ausstellung und für die verständliche und zugleich reflektierte Darstellung der komplexen Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen.

An der Vorbereitung der Ausstellung waren darüber hinaus Historikerinnen und Historiker, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Expertinnen und Experten, Redakteurinnen und Redakteure, Übersetzerinnen und Übersetzer, Grafikerinnen und Grafiker sowie weitere Mitwirkende beteiligt, die für die inhaltliche, sprachliche und visuelle Gestaltung verantwortlich waren.

Durch ihre Fachkenntnis, Erfahrung und ihr Engagement ist eine Ausstellung entstanden, die historische Perspektiven mit einem Blick auf die Gegenwart verbindet. Sie beschränkt sich nicht auf eine chronologische Darstellung von Ereignissen, sondern zeigt den Prozess des Aufbaus der Beziehungen, seine wichtigsten Akteure und jene Werte, die die deutsch-polnische Nachbarschaft über mehrere Jahrzehnte geprägt haben.

Die gemeinsame Arbeit an der Ausstellung ist zugleich ein Beleg dafür, dass Dialog und Zusammenarbeit nicht nur programmatische Begriffe sind. Sie sind das Ergebnis des Engagements vieler Menschen, die mit ihrer täglichen Arbeit zur Annäherung beider Gesellschaften beitragen.

Die Ausstellung ist bis zum 5. August 2026 im Sejm der Republik Polen zu sehen.

Ausstellung zur Ausleihe verfügbar

Nach dem Ende der Präsentation im Sejm kann die Ausstellung „Nicht gegeneinander, sondern miteinander“ auch an weiteren Orten in Polen und im Ausland gezeigt werden.

Die Ausstellung richtet sich an Kultureinrichtungen, Kommunen, Schulen, Hochschulen, Bibliotheken, gesellschaftliche Organisationen und weitere Einrichtungen, die sich mit den deutsch-polnischen Beziehungen, der Zeitgeschichte, dem europäischen Dialog oder der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit beschäftigen.

Sie kann als Ausgangspunkt für Begegnungen, Diskussionen, Bildungsangebote und Veranstaltungen dienen, die der Geschichte und der Zukunft der deutsch-polnischen Nachbarschaft gewidmet sind.

Institutionen und Organisationen, die an einer Ausleihe und Präsentation der Ausstellung interessiert sind, laden wir herzlich ein, Kontakt mit dem Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit aufzunehmen. Gerne informieren wir über die verfügbaren Ausstellungsvarianten, Formate, Ausleihbedingungen und möglichen Präsentationstermine.

Die Ausstellung wurde mit Mitteln des Ministeriums des Innern und der Verwaltung der Republik Polen sowie des Bundesministeriums des Innern der Bundesrepublik Deutschland über den Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen gefördert.

             

                  

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