Ausstellung „Zeichen der Zeit. Deutsche Inschriften in Schlesien“Ein Wochenende im Schlesischen Museum mit Fotografie und Geschichte(n):

  • Fr, 30.01.2026, 18:00, Ausstellungseröffnung mit Podiumsdiskussion (Deutsch/Polnisch)
  • Sa, 31.01.2026, 11:00, Führung und Gespräch mit Kurator Dawid Smolorz und Fotograf Thomas Voßbeck (Deutsch)
  • Sa, 31.01.2026, 15:00, Führung mit Kurator Dawid Smolorz (Polnisch)
  • So, 01.02.2026, 15:00, Einführung in die Ausstellung mit Organisatorin Agnieszka Bormann (Deutsch/Polnisch)

(Die Veranstaltungen am Freitag und Sonntag sind bei freiem Eintritt. Die Führungen am Samstag kosten 3 Euro plus Ausstellungsticket 4 Euro.)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

gleich zu Beginn der Woche möchten wir Sie schon auf das kommende Wochenende aufmerksam machen. Es steht eindeutig im „Zeichen der Zeit“. Die Ausstellung mit Fotografien von Thomas Voßbeck und Texten von Dawid Smolorz (Kurator) wird am Freitag, den 30. Januar, im Schlesischen Museum eröffnet und an zwei darauffolgenden Tagen dem deutschen und polnischen Publikum nähergebracht.

Die von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und der Erika-Simon-Stiftung geförderte Ausstellung widmet sich besonderen Relikten der deutschen Vergangenheit Schlesiens – den deutschen Inschriften im öffentlichen Raum. Nach 1945 sollten sie im Rahmen der groß angelegten „Entdeutschung“ komplett verschwinden. Trotzdem kann man heute an vielen Orten in Nieder- und Oberschlesien deutsche Schriftzüge entdecken. Die meisten werden vom abbröckelnden Putz freigegeben, andere waren in Stein gemeißelt, in Metall oder mit Dachziegeln gestaltet. Der Regionalforscher Dawid Smolorz aus Gleiwitz (Gliwice) und der Berliner Fotograf Thomas Voßbeck dokumentieren sie seit vielen Jahren in Wort und Bild. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden im Online-Portal „Vergessene Inschriften“ des Hauses der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit veröffentlicht. In der Ausstellung wird eine Auswahl präsentiert.

Die (wieder) zum Vorschein gekommenen deutschen Inschriften wecken Neugier und auch Emotionen. Sie werden vielerorts zum Anlass, sich mit der Geschichte sowie dem deutschen Kulturerbe in Schlesien auseinanderzusetzen – so auch im Schlesischen Museum. Daher beginnt die Ausstellung mit einer Diskussion, an der neben Dawid Smolorz und Thomas Voßbeck auch Lucjan Dzumla vom Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit (Oppeln / Opole) sowie der Landesbeauftragte für Denkmalschutz der Wojewodschaft Niederschlesien, Daniel Gibski (Breslau / Wrocław) teilnehmen. Der deutsch-polnische Diskurs wird sich in zahlreichen Veranstaltungen des Begleitprogramms bis September 2026 fortsetzen.

Info unter https://www.schlesisches-museum.de/kulturreferat/zeichen-der-zeit